Kunst und Freiheit

Ileana wohnte bis vor kurzem in einer betreuten Wohngruppe des Vereins Asociaţia româno-germană Alsterdorf in Oradea. Jetzt ist sie den nächsten Schritt gegangen und in ein Appartement gezogen, in dem es nur stundenweise Betreuung gibt.

Zum Glück ist ihr Arbeitsplatz nicht durch die Corona-Krise bedroht, sie arbeitet als Reinigungskraft. Diese Tätigkeit ermöglicht ihr nicht nur in Selbstständigkeit zu wohnen, sondern sichert ihr auch die Finanzierung ihrer liebsten Nebentätigkeit: das Malen von Kunst.

Ihrer Passion geht sie schon viele Jahre nach und sie hat sich ihre gesamte Ausrüstung und ihre Verbrauchsmittel selbst finanziert und sich die unterschiedlichen Techniken selbst beigebracht. Ihr größtes Highlight war bisher eine Ausstellung ihrer Werke während des Projektes „Ja, ich kann auch!“ im Jahr 2015.

Es ist in Rumänien sehr schwierig mit Kunst Anerkennung in der Gesellschaft zu bekommen, gerade als Mensch mit Behinderung. Der Geschäftsführer des Vereins in Oradea Emil Cuc unterstützt sie bei der Bewerbung bei @euward8 dem europäischen Kunstpreis für Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung der Augustinum Stiftung.