Mein Praktikum in Oradea in Zeiten des Coronavirus

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin an der @fachschule_alsterdorf trat ich Anfang März mein Praktikum in der Asociaţia româno-germană Alsterdorf in Oradea (Rumänien) an, welches eigentlich drei Monate dauern sollte.

Der Verein betreibt unterschiedliche Wohn-, Arbeits-, und Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung.

Am zweiten Praktikumstag im Tageszentrum für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungn war es deutlich voller als am Tag zuvor und alle waren sehr aufgeregt und redeten auf mich und meinen Mitschüler ein. Obwohl unser Rumänisch wirklich schlecht war, konnten wir sehr gut verstehen worum es ging: dass das Tageszentrum aufgrund des Coronavirus ab dem nächsten Tag geschlossen werden sollte. Die Geschäftsführung der Asociaţia erklärte uns zusätzlich, dass wir aufgrund des Infektionsrisikos keine anderen Einrichtungen besuchen können.

Wir fühlten uns wirklich wohl in Oradea. Umso schlimmer war der Zeitpunkt als unsere Schule anrief und uns aufforderte abzureisen, die Schule konnte die Verantwortung nicht mehr tragen.

Ich bin wirklich traurig, dass ich mein Praktikum in Oradea schon nach zwei Wochen abbrechen musste. Immerhin haben wir uns seit Beginn der Ausbildung drauf gefreut ein Praktikum im Ausland machen zu können.

Trotzdem versuche ich die zwei Wochen die ich hatte nicht als abgebrochenes Praktikum zu sehen, sondern als eine Art Kennenlernen für die Zeit in der ich es nachholen kann.

Praktikantin: @anna_the_wall

Das Praktikum wird unterstützt durch @rumaenienhilfe_alsterdorf – einer Kooperation zwischen @alsterdorf.de und @lmbhh_wasmitmenschen